Elektromobilität – geladene Reichweite und Stromquellen

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Warum ich mich für das E-Auto entschieden habe

Die Entscheidung für ein Elektroauto war für mich zunächst eine sehr pragmatische. Im Vordergrund standen vor allem die laufenden Kosten und der praktische Nutzen im Alltag.

Der wichtigste Punkt sind für mich die Betriebskosten. Elektromotoren arbeiten deutlich effizienter als Verbrennungsmotoren. Dadurch benötigt ein Elektroauto pro Kilometer wesentlich weniger Energie. Wenn ein Teil dieser Energie zusätzlich aus der eigenen Photovoltaikanlage kommt, sinken die tatsächlichen Energiekosten noch weiter.

Hinzu kommen die Wartungskosten. Ein Elektroantrieb ist konstruktiv deutlich einfacher aufgebaut als ein Verbrennungsmotor. Es gibt kein Motoröl, keine Zündkerzen, keine Abgasnachbehandlung und viele klassische Verschleißteile entfallen. In der Praxis bedeutet das: weniger Wartungsaufwand und weniger potenzielle Reparaturen.

Ein weiterer Punkt, der im Alltag schnell spürbar wird, ist der Komfort. Ein Elektroauto fährt sehr ruhig. Gerade auf längeren Strecken oder im täglichen Pendelverkehr ist diese Ruhe angenehm. Der Wegfall von Motorgeräuschen und Vibrationen verändert das Fahrerlebnis stärker, als man es vorher erwartet.
Auf längeren Strecken zeigt sich dieser Unterschied besonders deutlich. Während ich früher nach längeren Fahrten im Verbrenner oft müde und körperlich erschöpft war, komme ich mit dem Elektroauto deutlich entspannter an. Selbst nach Strecken von über 1000 km fühle ich mich weniger belastet. Das liegt nicht an einem einzelnen Faktor, sondern am Zusammenspiel vieler kleiner Dinge: weniger Geräusche, kaum Vibrationen, ein gleichmäßiger Vortrieb und Pausen, die ohne Umwege direkt beginnen.
Im Ergebnis wird aus einer langen Fahrt keine Belastung mehr, sondern einfach nur Strecke.

Dazu kommt eine kleine, aber überraschend relevante Veränderung im Alltag: der Umgang mit Energie. Ein Verbrenner muss regelmäßig zur Tankstelle. Dort wartet man an der Zapfsäule, später oft noch einmal an der Kasse. Beim Elektroauto mit Heimladen funktioniert das anders. Das Fahrzeug wird abends in der Garage angeschlossen – und lädt automatisch. Man muss keinen Schlauch halten, nicht daneben stehen und nicht an die Kasse.
Mit der Zeit wird daraus eine einfache Routine: ankommen, einstecken, fertig.

Bei Kraftstoffen kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu. Die Preise an Tankstellen sind oft stark schwankend und ändern sich mehrfach am Tag oder sie reagieren sensibel auf weltpolitische Ereignisse. Viele Fahrer reagieren darauf mit einer impliziten Strategie: morgens oder abends tanken, auf günstigere Zeitfenster warten oder versuchen, den „richtigen Moment“ abzupassen. Manchmal funktioniert das, manchmal nicht.

Elektromobilität mit Heimladen entkoppelt sich weitgehend von diesem täglichen Preistheater. Der Ladevorgang wird zu einem automatischen Teil des Tages – ähnlich wie das Aufladen eines Smartphones.

Ein oft unterschätzter Vorteil liegt in der Einfachheit des Systems:

Der Verbrenner verlangt nicht nur Geld, sondern auch Aufmerksamkeit.
Das Elektroauto verlangt im Alltag oft nur ein Kabel.

Die ausführlichen Überlegungen zu meiner Entscheidung habe ich hier beschrieben: Warum ich mich für Wärmepumpe, Photovoltaik und Elektroauto entschieden habe

Elektromobilität im Energiesystem

Diese Seite zeigt, aus welchen Stromquellen das Elektroauto geladen wird: aus Heimladen aus dem Netz, aus lokal verfügbarem Strom aus Photovoltaik und Batteriespeicher sowie aus externer Ladung unterwegs. Der lokal erzeugte Solarstrom versorgt zunächst die übrigen Verbraucher im Haus. Der hier dargestellte PV-/Batterie-Anteil beim Laden des Elektroautos ergibt sich aus dem danach noch verfügbaren Strom. Die Reichweitenangaben beziehen sich auf geladene Energie, nicht auf tatsächlich gefahrene Kilometer.

PV/Batterie-Anteil 30 Tage
41.5 %
Heimnetz 20.8 % · extern 37.6 %
PV/Batterie-Anteil Jahr 2026
28.8 %
Heimnetz 56.4 % · extern 14.8 %
Geladene Reichweite MTD aus PV/Batterie
509 km
96.8 kWh
Geladene Reichweite MTD (bezahlte Energie)
1444 km
219.4 kWh

MTD: Month-to-date (aktueller Monat seit dem ersten des Monats.)
YTD: Year-to-date (aktuelles Jahr seit 01.01.)

E-Auto Laden: Stromquellen, Reichweite und Kosten

Zeigt geladene Energie, PV-Anteil und die daraus abgeleitete geladene Reichweite. PV und Batteriespeicher werden gemeinsam betrachtet, da der Speicher tagsüber erzeugten Solarstrom zeitlich in die Nacht verschiebt. Externe Ladung ist separat ausgewiesen.

Zeitraum Heimnetz
(kWh)
PV/Batterie
(kWh)
Extern
(kWh)
Gesamt
(kWh)
PV-Anteil Geladene Reichweite (km) Kosten / 100 km
PV/Batterie Heimnetz Extern
Letzte 30 Tage 121.4 242.1 219.4 582.9 41.5 % 1274 639 1155 2.98 €
Monat (MTD) 54.9 96.8 219.4 371.1 26.1 % 509 289 1155 3.76 €
Jahr 2026 (YTD) 837.3 426.7 219.4 1483.4 28.8 % 2246 4407 1155 3.62 €

Die Reichweitenangaben entsprechen der geladenen Energiemenge, konservativ umgerechnet mit 19.0 kWh/100 km. Es handelt sich um geladene, theoretische Reichweite – nicht um tatsächlich gefahrene Kilometer. Die Kosten pro 100 km berücksichtigen Heimladen aus dem Netz und externe Ladung als bezahlte Energie.

Monatliche geladene Energie (Jahr 2026)

Jahresübersicht der geladenen Energie nach Stromquelle. Sichtbar werden PV-/Batteriestrom, Heimladen aus dem Netz und externe Ladung unterwegs.

0100200300400500Geladene Energie (kWh)321.4Jan 26472.6Feb 26318.4Mär 26371.1Apr 26
PV/Batterie Heimnetz Extern

Geladene Reichweite nach Stromquelle

Umrechnung der geladenen Energie in theoretische Reichweite auf Basis von 19.0 kWh/100 km. Die Darstellung zeigt geladene, nicht gefahrene Reichweite.

05001000150020002500Geladene Reichweite (km)1691.4Jan 262487.3Feb 261675.7Mär 261953.1Apr 26
PV/Batterie Heimnetz Extern

Datenquelle: Heimladung aus mobility.sdb (Wallbox-/Fahrzeugladung), externe Ladung aus manuellen Ladeeinträgen
Reichweiten-Umrechnung: 19.0 kWh/100 km

Fragen oder Ergänzungen?

Die gezeigten Auswertungen basieren auf realen Daten aus dem laufenden Betrieb. Wenn dir etwas unklar ist oder du eine Auswertung vermisst, schreib mir.