CO₂-Bilanz – Wärmepumpe | Hohenstein-Oberstetten

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CO₂-Bilanz

Diese Seite zeigt die reale CO₂-Bilanz einer Luft-Wasser-Wärmepumpe im Bestandsgebäude unter Berücksichtigung des Eigenstromanteils (Photovoltaik).

CO₂-Bilanz – Wärmepumpe

Tatsächliche CO₂-Emission durch den Betrieb der Wärmepumpe (Viessmann Vitocal 250-A) unter Berücksichtigung des Eigenstromanteils (PV/Batterie = 0 g CO₂/kWh) im Vergleich zu fossilen Energieträgern. Stromfaktor Netz: 0.363 kg CO₂/kWh (Bundesdurchschnitt Deutschland 2024).

Letzte 7 Tage
3 kg
vs. Heizöl: 46 kg
Ersparnis: 43 kg (93%)
Letzte 30 Tage
62 kg
vs. Heizöl: 478 kg
Ersparnis: 417 kg (87%)
Jahr 2026 YTD
445 kg
vs. Heizöl: 1.99 t
Ersparnis: 1.55 t (78%)
Letzte 12 Monate
635 kg
vs. Heizöl: 2.82 t
Ersparnis: 2.19 t (77%)
Datenbasis: 4.3 Monate

YTD: Year-to-date (aktuelles Jahr seit 01.01.)

CO₂-Vergleich: Wärmepumpe vs. fossile / nachwachsende Alternativen

Die WP-CO2-Bilanz basiert ausschließlich auf dem Netzbezug – der selbst erzeugte PV/Batterie-Anteil wird mit 0 kg CO₂/kWh bewertet. Als Referenz dienen fossile Kessel mit 90% Wirkungsgrad (Brennwertkessel). Die Ersparnis zeigt die eingesparte CO₂-Menge gegenüber dem jeweiligen Energieträger.

Zeitraum WP Stromverbrauch WP CO2 🛢️ Heizöl 🔥 Erdgas 🌾 Pellets 🪵 Hackschnitzel
Netzbezug PV/Batterie CO₂ Δ CO₂ Δ CO₂ Δ CO₂ Δ
7 Tage 8 kWh 30 kWh 3 kg 46 kg +43 kg 35 kg +32 kg 0 kg -3 kg 0 kg -3 kg
30 Tage 170 kWh 215 kWh 62 kg 478 kg +417 kg 361 kg +299 kg 0 kg -62 kg 0 kg -62 kg
Jahr (YTD) 1225 kWh 730 kWh 445 kg 1.99 t +1.55 t 1.50 t +1.06 t 0 kg -445 kg 0 kg -445 kg
12 Monate (Datenbasis: 4.3 Mon.) 1750 kWh 928 kWh 635 kg 2.82 t +2.19 t 2.13 t +1.49 t 0 kg -635 kg 0 kg -635 kg

Biogene Energieträger werden hier gemäß offizieller Treibhausgas-Inventarsystematik (UBA/IPCC) bilanziell mit 0 kg CO₂/kWh angesetzt. Physikalisch entsteht bei der Verbrennung jedoch CO₂, dessen Wiederaufnahme durch Waldwachstum zeitverzögert erfolgt.

CO₂-Faktoren: Strom Netz 0.363 kg/kWh (Bundesdurchschnitt 2024, UBA), PV/Batterie 0.00 kg/kWh. Fossile Alternativen: Heizöl 2,65 kg/l, Erdgas 2,0 kg/m³, biogene Träger annähernd CO₂-neutral. Alle fossilen Werte mit 90% Kesselwirkungsgrad (Brennwert) gerechnet.

Biogene Energieträger – physikalische CO₂-Wirkung (20 Jahre)

Diese Tabelle verwendet für Pellets/Hackschnitzel die physikalischen Verbrennungs-Emissionen (nicht die bilanzielle 0-Annahme). Zusätzlich bildet ein vereinfachtes Nachwachstumsmodell (Zeitkonstante τ) die verzögerte Rückbindung als Bestandsgröße ab (kontinuierliche jährliche Nutzung).

Energieträger CO2 pro Jahr CO2 emittiert
20 Jahre
Zusatzlast nach 20 Jahren
(mit Rückbindung)
Langfristiges Plateau
≈ E·τ
Waldfläche (dauerhaft)
für Jahres-CO2
Annahme / Hinweis
🛢️ Heizöl (fossil) 7.81 t/a 156.14 t 156.14 t 2.23 ha
22,305 m²
keine Rückbindung im Modell
🔥 Erdgas (fossil) 5.89 t/a 117.84 t 117.84 t 1.68 ha
16,834 m²
keine Rückbindung im Modell
🌾 Pellets 10.82 t/a 216.44 t 170.32 t 432.87 t 3.09 ha
30,920 m²
τ = 40 Jahre, jährliche Nutzung (kontinuierlich)
🪵 Hackschnitzel 13.00 t/a 259.94 t 204.55 t 519.87 t 3.71 ha
37,134 m²
τ = 40 Jahre, jährliche Nutzung (kontinuierlich)

Flächenannahme: Netto-Bindung Wald = 3.5 t CO2/(ha·a).
Interpretation: „Waldfläche (dauerhaft)“ ist die Fläche, die nötig wäre, um die jährliche Emission des jeweiligen Energieträgers zu binden (stationär). Die „Zusatzlast“ ist eine Bestandsgröße im τ-Modell (Rückbindung verzögert).


Dynamik der CO₂-Zusatzlast über 100 Jahre

Grau gestrichelt: einmalige Verbrennung (Pulse)
Blau: jährliche Verbrennung (kontinuierlich), normiert auf Plateau (E·τ)
τ = 40 Jahre
1.00.50 02050100 Jahre Normierte Zusatzlast

Datenquelle: Viessmann Vitocal 250-A (API) + Shelly Pro 3EM (Eigenmessung)
CO₂-Faktoren: UBA (Umweltbundesamt) – Strommix Deutschland 2024: 0.363 kg/kWh
Hinweis: Der CO₂-Faktor für den Strommix wird jährlich vom UBA aktualisiert.
Messperiode: ab 02.12.2025

Warum ich mich für eine Wärmepumpe entschieden habe

Die Entscheidung für die Wärmepumpe war für mich weder eine kurzfristige Kostenabwägung noch eine Reaktion auf akute Risiken. Meine Ölheizung war in die Jahre gekommen. Die Verbrauchswerte waren über 21 Jahre hinweg konstant und gut dokumentiert. Technisch war die Anlage jedoch zunehmend störungsanfällig geworden. Auch die reine Amortisationsrechnung spricht – zumindest bei moderaten fossilen Energiepreisen – nicht zwingend für einen schnellen wirtschaftlichen Vorteil.

Die Entscheidung war daher vor allem eine systemische.

Effizienz statt Verbrennung

Eine Wärmepumpe erzeugt keine Wärme durch Verbrennung, sondern verschiebt Umweltenergie ins Gebäude. Aus 1 kWh Strom entstehen im Realbetrieb 3–4 kWh nutzbare Wärme. Thermodynamisch ist das ein sehr eleganter Ansatz. Im Vergleich dazu wird bei einer Öl- oder Gasheizung ein hochwertiger, vielseitig einsetzbarer Rohstoff schlicht verbrannt. Für mich fühlte sich das zunehmend inkonsistent an.
Erdgas und Rohöl sind nicht nur Brennstoffe. Es sind wertvolle chemische Grundstoffe: unter anderem für Medikamente, Kunststoffe, Lösungsmittel und zahlreiche industrielle Anwendungen. Raumwärme daraus zu erzeugen, erschien mir langfristig nicht mehr sinnvoll.

Die PV-Anlage als logische Ergänzung

Die Photovoltaikanlage verändert die Systemperspektive entscheidend.
Strom ist nicht nur ein zugekaufter Energieträger, sondern kann teilweise selbst erzeugt werden.

In Kombination mit Wärmepumpe und Batteriespeicher entsteht:

Die Kombination aus Wärmepumpe, PV-Anlage und Batteriespeicher ermöglicht zwei unterschiedliche Mechanismen: Lastverschiebung durch die Wärmepumpe (z. B. Warmwasserbereitung oder leichtes Vorheizen in PV-Zeiten) und Lastentkopplung durch den Batteriespeicher, der PV-Strom zeitlich vom Verbrauch entkoppelt.

Die Wärmepumpe wird damit nicht nur effizient, sondern teilweise autark betrieben.

Das unterscheidet sich grundlegend von fossilen Heizsystemen, bei denen jede erzeugte Kilowattstunde Wärme unmittelbar an einen externen Brennstoff gebunden ist.

Klima und Emissionen

Ich wollte ein System, dessen Umweltwirkung nicht an einen fossilen Brennstoff gebunden ist. Bei der Wärmepumpe hängt die CO₂-Intensität am Strommix und wird mit der Energiewende tendenziell besser; durch PV/Batterie kann ein Teil der Wärme direkt aus eigener, erneuerbarer Erzeugung entstehen.

Autarkie und Resilienz

Durch die Kombination aus:

entsteht ein integriertes Energiesystem.

Es reduziert:

Netzkosten bleiben transparent und planbar, während ein Teil der Energie direkt vom eigenen Dach kommt.

Transparenz durch Messdaten

Alle hier dargestellten Werte basieren auf real gemessenen Verbräuchen. Der berechnete Heizölbedarf der Vergleichsrechnung deckt sich sehr gut mit meinen historischen Erfahrungswerten. Dadurch entsteht eine belastbare Referenzbasis.

Mir geht es nicht darum, ein System als allgemein überlegen darzustellen.
Mir geht es um Nachvollziehbarkeit.

Wer ein vergleichbares Haus besitzt, kann:

Die Zahlen sind offen zugänglich – die Bewertung überlasse ich dem Leser.

Für mich war letztlich entscheidend:

Ich wollte ein Heizsystem, das effizient arbeitet, Ressourcen schont und technisch konsistent mit meinem Verständnis von nachhaltiger Energieversorgung ist.

Nicht aus Ideologie.
Nicht aus kurzfristiger Kostenoptimierung.

Sondern aus Überzeugung, dass hochwertige Rohstoffe besser genutzt werden sollten als zur reinen Wärmeerzeugung.


Vorteile der Wärmepumpe

Herausforderungen

Eine Wärmepumpe ist kein „Plug-and-Play“-Produkt, sondern ein System, das geplant und verstanden werden muss.


Die ausführlichen Überlegungen zu meiner Entscheidung habe ich hier beschrieben: Warum ich mich für Wärmepumpe, Photovoltaik und Elektroauto entschieden habe

Bezüge

Fragen oder Ergänzungen?

Die gezeigten Auswertungen basieren auf realen Daten aus dem laufenden Betrieb. Wenn dir etwas unklar ist oder du eine Auswertung vermisst, schreib mir.