Diese Seite zeigt die reale CO₂-Bilanz einer Luft-Wasser-Wärmepumpe im Bestandsgebäude unter Berücksichtigung des Eigenstromanteils (Photovoltaik).
Die WP-CO2-Bilanz basiert ausschließlich auf dem Netzbezug – der selbst erzeugte PV/Batterie-Anteil wird mit 0 kg CO₂/kWh bewertet. Als Referenz dienen fossile Kessel mit 90% Wirkungsgrad (Brennwertkessel). Die Ersparnis zeigt die eingesparte CO₂-Menge gegenüber dem jeweiligen Energieträger.
| Zeitraum | WP Stromverbrauch | WP CO2 | 🛢️ Heizöl | 🔥 Erdgas | 🌾 Pellets | 🪵 Hackschnitzel | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Netzbezug | PV/Batterie | CO₂ | Δ | CO₂ | Δ | CO₂ | Δ | CO₂ | Δ | ||
| 7 Tage | 8 kWh | 30 kWh | 3 kg | 46 kg | +43 kg | 35 kg | +32 kg | 0 kg | -3 kg | 0 kg | -3 kg |
| 30 Tage | 170 kWh | 215 kWh | 62 kg | 478 kg | +417 kg | 361 kg | +299 kg | 0 kg | -62 kg | 0 kg | -62 kg |
| Jahr (YTD) | 1225 kWh | 730 kWh | 445 kg | 1.99 t | +1.55 t | 1.50 t | +1.06 t | 0 kg | -445 kg | 0 kg | -445 kg |
| 12 Monate (Datenbasis: 4.3 Mon.) | 1750 kWh | 928 kWh | 635 kg | 2.82 t | +2.19 t | 2.13 t | +1.49 t | 0 kg | -635 kg | 0 kg | -635 kg |
Diese Tabelle verwendet für Pellets/Hackschnitzel die physikalischen Verbrennungs-Emissionen (nicht die bilanzielle 0-Annahme). Zusätzlich bildet ein vereinfachtes Nachwachstumsmodell (Zeitkonstante τ) die verzögerte Rückbindung als Bestandsgröße ab (kontinuierliche jährliche Nutzung).
| Energieträger | CO2 pro Jahr | CO2 emittiert 20 Jahre |
Zusatzlast nach 20 Jahren (mit Rückbindung) |
Langfristiges Plateau ≈ E·τ |
Waldfläche (dauerhaft) für Jahres-CO2 |
Annahme / Hinweis |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 🛢️ Heizöl (fossil) | 7.81 t/a | 156.14 t | 156.14 t | – | 2.23 ha 22,305 m² |
keine Rückbindung im Modell |
| 🔥 Erdgas (fossil) | 5.89 t/a | 117.84 t | 117.84 t | – | 1.68 ha 16,834 m² |
keine Rückbindung im Modell |
| 🌾 Pellets | 10.82 t/a | 216.44 t | 170.32 t | 432.87 t | 3.09 ha 30,920 m² |
τ = 40 Jahre, jährliche Nutzung (kontinuierlich) |
| 🪵 Hackschnitzel | 13.00 t/a | 259.94 t | 204.55 t | 519.87 t | 3.71 ha 37,134 m² |
τ = 40 Jahre, jährliche Nutzung (kontinuierlich) |
Die Entscheidung für die Wärmepumpe war für mich weder eine kurzfristige Kostenabwägung noch eine Reaktion auf akute Risiken. Meine Ölheizung war in die Jahre gekommen. Die Verbrauchswerte waren über 21 Jahre hinweg konstant und gut dokumentiert. Technisch war die Anlage jedoch zunehmend störungsanfällig geworden. Auch die reine Amortisationsrechnung spricht – zumindest bei moderaten fossilen Energiepreisen – nicht zwingend für einen schnellen wirtschaftlichen Vorteil.
Die Entscheidung war daher vor allem eine systemische.
Eine Wärmepumpe erzeugt keine Wärme durch Verbrennung, sondern verschiebt Umweltenergie ins Gebäude. Aus 1 kWh Strom
entstehen im Realbetrieb 3–4 kWh nutzbare Wärme. Thermodynamisch ist das ein sehr eleganter Ansatz.
Im Vergleich dazu wird bei einer Öl- oder Gasheizung ein hochwertiger, vielseitig einsetzbarer Rohstoff schlicht verbrannt.
Für mich fühlte sich das zunehmend inkonsistent an.
Erdgas und Rohöl sind nicht nur Brennstoffe. Es sind wertvolle chemische Grundstoffe: unter anderem für Medikamente,
Kunststoffe, Lösungsmittel und zahlreiche industrielle Anwendungen. Raumwärme daraus zu erzeugen, erschien mir langfristig
nicht mehr sinnvoll.
Die Photovoltaikanlage verändert die Systemperspektive entscheidend.
Strom ist nicht nur ein zugekaufter Energieträger, sondern kann teilweise selbst erzeugt werden.
Die Kombination aus Wärmepumpe, PV-Anlage und Batteriespeicher ermöglicht zwei unterschiedliche Mechanismen: Lastverschiebung durch die Wärmepumpe (z. B. Warmwasserbereitung oder leichtes Vorheizen in PV-Zeiten) und Lastentkopplung durch den Batteriespeicher, der PV-Strom zeitlich vom Verbrauch entkoppelt.
Die Wärmepumpe wird damit nicht nur effizient, sondern teilweise autark betrieben.
Das unterscheidet sich grundlegend von fossilen Heizsystemen, bei denen jede erzeugte Kilowattstunde Wärme unmittelbar an einen externen Brennstoff gebunden ist.
Ich wollte ein System, dessen Umweltwirkung nicht an einen fossilen Brennstoff gebunden ist. Bei der Wärmepumpe hängt die CO₂-Intensität am Strommix und wird mit der Energiewende tendenziell besser; durch PV/Batterie kann ein Teil der Wärme direkt aus eigener, erneuerbarer Erzeugung entstehen.
Durch die Kombination aus:
Es reduziert:
Netzkosten bleiben transparent und planbar, während ein Teil der Energie direkt vom eigenen Dach kommt.
Alle hier dargestellten Werte basieren auf real gemessenen Verbräuchen. Der berechnete Heizölbedarf der Vergleichsrechnung deckt sich sehr gut mit meinen historischen Erfahrungswerten. Dadurch entsteht eine belastbare Referenzbasis.
Mir geht es nicht darum, ein System als allgemein überlegen darzustellen.
Mir geht es um Nachvollziehbarkeit.
Wer ein vergleichbares Haus besitzt, kann:
Die Zahlen sind offen zugänglich – die Bewertung überlasse ich dem Leser.
Ich wollte ein Heizsystem, das effizient arbeitet, Ressourcen schont und technisch konsistent mit meinem Verständnis von nachhaltiger Energieversorgung ist.
Nicht aus Ideologie.
Nicht aus kurzfristiger Kostenoptimierung.
Sondern aus Überzeugung, dass hochwertige Rohstoffe besser genutzt werden sollten als zur reinen Wärmeerzeugung.
Eine Wärmepumpe ist kein „Plug-and-Play“-Produkt, sondern ein System, das geplant und verstanden werden muss.
Die ausführlichen Überlegungen zu meiner Entscheidung habe ich hier beschrieben: Warum ich mich für Wärmepumpe, Photovoltaik und Elektroauto entschieden habe
Die gezeigten Auswertungen basieren auf realen Daten aus dem laufenden Betrieb. Wenn dir etwas unklar ist oder du eine Auswertung vermisst, schreib mir.