PV- und Wärmepumpen-Energiebilanz – Hohenstein-Oberstetten

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PV- und Wärmepumpen-Energiebilanz – Hohenstein-Oberstetten

Monatlicher PV-Ertrag (10.12 kWp Anlage) vs. Stromverbrauch der Wärmepumpe. Grün: WP-Eigenversorgung (Anteil des WP-Stroms, der nicht aus dem Netz bezogen wurde). Gelb: PV-Überschuss relativ zur Wärmepumpe (PV-Ertrag minus WP-Eigenversorgung). Steht für Haushalt, E-Auto und Einspeisung zur Verfügung. Blau: WP-Strom aus dem Netz.

PV-Ertrag 2026 (YTD)
2820 kWh
Kumuliert seit 01.01.
WP-Stromverbrauch 2026
1956 kWh
Kumuliert seit 01.01.
WP-Eigenversorgung 2026
37 %
730 kWh
WP Anteil an PV 2026
26 %
730 kWh PV-Ertrag für WP (PV/Batterie)
PV-Überschuss
2090 kWh
Bester Monat: Mär 2026 (922 kWh)
WP-Netzbezug 2026
1225 kWh
WP-Strom aus dem Netz

YTD: Year-to-date (aktuelles Jahr seit 01.01.)

Monatliche Bilanz: PV-Ertrag vs. Wärmepumpe

050010001500kWhJan 2026FebMärApr
WP-Eigenversorgung PV-Überschuss (Haus/E-Auto/Netz) WP-Netzbezug PV-Ertrag WP-Verbrauch
Monat PV-Ertrag WP-Verbrauch WP-Eigenversorgung Netzbezug PV-Überschuss WP-Anteil an PV
% kWh
Jan 2026 634 kWh 860 kWh 31 % 263 kWh 597 kWh 372 kWh 41 %
Feb 2026 465 kWh 558 kWh 26 % 143 kWh 414 kWh 322 kWh 31 %
Mär 2026 1178 kWh 440 kWh 58 % 256 kWh 184 kWh 922 kWh 22 %
Apr 2026 543 kWh 97 kWh 70 % 68 kWh 29 kWh 475 kWh 13 %

WP-Eigenversorgung basiert auf dem gemessenen Netzanteil der Wärmepumpe.

WP Anteil an PV zeigt, welcher Anteil des PV-Ertrags (über PV/Batterie) für die Wärmepumpe genutzt wurde. Das ist im Winter/Übergang oft niedrig, weil Wärmepumpenlast zeitlich nur begrenzt in PV-Zeiten verschiebbar ist.

PV-Überschuss = PV-Ertrag − (WP-Anteil an PV). Der Überschuss steht für Haushalt, E-Auto und Netzeinspeisung zur Verfügung.

PV-Datenquelle: SolarEdge-Wechselrichter via API · Wärmepumpe: Viessmann Vitocal 250-A via Shelly Pro 3EM · Anlage: 10.12 kWp · Ausrichtung 202° (SSW) · Neigung 35° · Stand: 2026-04-12 08:05

Warum ich mich für eine Wärmepumpe entschieden habe

Die Entscheidung für die Wärmepumpe war für mich weder eine kurzfristige Kostenabwägung noch eine Reaktion auf akute Risiken. Meine Ölheizung war in die Jahre gekommen. Die Verbrauchswerte waren über 21 Jahre hinweg konstant und gut dokumentiert. Technisch war die Anlage jedoch zunehmend störungsanfällig geworden. Auch die reine Amortisationsrechnung spricht – zumindest bei moderaten fossilen Energiepreisen – nicht zwingend für einen schnellen wirtschaftlichen Vorteil.

Die Entscheidung war daher vor allem eine systemische.

Effizienz statt Verbrennung

Eine Wärmepumpe erzeugt keine Wärme durch Verbrennung, sondern verschiebt Umweltenergie ins Gebäude. Aus 1 kWh Strom entstehen im Realbetrieb 3–4 kWh nutzbare Wärme. Thermodynamisch ist das ein sehr eleganter Ansatz. Im Vergleich dazu wird bei einer Öl- oder Gasheizung ein hochwertiger, vielseitig einsetzbarer Rohstoff schlicht verbrannt. Für mich fühlte sich das zunehmend inkonsistent an.
Erdgas und Rohöl sind nicht nur Brennstoffe. Es sind wertvolle chemische Grundstoffe: unter anderem für Medikamente, Kunststoffe, Lösungsmittel und zahlreiche industrielle Anwendungen. Raumwärme daraus zu erzeugen, erschien mir langfristig nicht mehr sinnvoll.

Die PV-Anlage als logische Ergänzung

Die Photovoltaikanlage verändert die Systemperspektive entscheidend.
Strom ist nicht nur ein zugekaufter Energieträger, sondern kann teilweise selbst erzeugt werden.

In Kombination mit Wärmepumpe und Batteriespeicher entsteht:

Die Kombination aus Wärmepumpe, PV-Anlage und Batteriespeicher ermöglicht zwei unterschiedliche Mechanismen: Lastverschiebung durch die Wärmepumpe (z. B. Warmwasserbereitung oder leichtes Vorheizen in PV-Zeiten) und Lastentkopplung durch den Batteriespeicher, der PV-Strom zeitlich vom Verbrauch entkoppelt.

Die Wärmepumpe wird damit nicht nur effizient, sondern teilweise autark betrieben.

Das unterscheidet sich grundlegend von fossilen Heizsystemen, bei denen jede erzeugte Kilowattstunde Wärme unmittelbar an einen externen Brennstoff gebunden ist.

Klima und Emissionen

Ich wollte ein System, dessen Umweltwirkung nicht an einen fossilen Brennstoff gebunden ist. Bei der Wärmepumpe hängt die CO₂-Intensität am Strommix und wird mit der Energiewende tendenziell besser; durch PV/Batterie kann ein Teil der Wärme direkt aus eigener, erneuerbarer Erzeugung entstehen.

Autarkie und Resilienz

Durch die Kombination aus:

entsteht ein integriertes Energiesystem.

Es reduziert:

Netzkosten bleiben transparent und planbar, während ein Teil der Energie direkt vom eigenen Dach kommt.

Transparenz durch Messdaten

Alle hier dargestellten Werte basieren auf real gemessenen Verbräuchen. Der berechnete Heizölbedarf der Vergleichsrechnung deckt sich sehr gut mit meinen historischen Erfahrungswerten. Dadurch entsteht eine belastbare Referenzbasis.

Mir geht es nicht darum, ein System als allgemein überlegen darzustellen.
Mir geht es um Nachvollziehbarkeit.

Wer ein vergleichbares Haus besitzt, kann:

Die Zahlen sind offen zugänglich – die Bewertung überlasse ich dem Leser.

Für mich war letztlich entscheidend:

Ich wollte ein Heizsystem, das effizient arbeitet, Ressourcen schont und technisch konsistent mit meinem Verständnis von nachhaltiger Energieversorgung ist.

Nicht aus Ideologie.
Nicht aus kurzfristiger Kostenoptimierung.

Sondern aus Überzeugung, dass hochwertige Rohstoffe besser genutzt werden sollten als zur reinen Wärmeerzeugung.


Vorteile der Wärmepumpe

Herausforderungen

Eine Wärmepumpe ist kein „Plug-and-Play“-Produkt, sondern ein System, das geplant und verstanden werden muss.


Die ausführlichen Überlegungen zu meiner Entscheidung habe ich hier beschrieben: Warum ich mich für Wärmepumpe, Photovoltaik und Elektroauto entschieden habe

Fragen oder Ergänzungen?

Die gezeigten Auswertungen basieren auf realen Daten aus dem laufenden Betrieb. Wenn dir etwas unklar ist oder du eine Auswertung vermisst, schreib mir.