7-Tage-Prognose Stromverbrauch Wärmepumpe

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7-Tage-Prognose Stromverbrauch Wärmepumpe

Prognose des täglichen elektrischen Verbrauchs der Wärmepumpe auf Basis der Wettervorhersage und historischer Zusammenhänge zwischen Außentemperatur, thermischer Energieabgabe und Stromverbrauch.

Prognose nächste 7 Tage
57.5 kWh el.
Heizen 46.3 kWh · Warmwasser 11.2 kWh
Warmwasser-Strombedarf
1.6 kWh/Tag
Median der letzten 30 Tage
Heizgrenze
15.0 °C
RMSE 2.13 · Trainingsdaten 92

14-Tage-Verlauf: letzte 7 Tage Ist + nächste 7 Tage Prognose

Links die letzten 7 vollständigen Tage mit gemessenem Stromverbrauch. Daneben jeweils die zuletzt verfügbare Prognose vor dem jeweiligen Tag. Rechts die aktuelle Prognose für die nächsten 7 Tage. Die schwarze Linie zeigt die gemessene mittlere Tagesaußentemperatur, die gestrichelte Linie die prognostizierte.
Links neben den Ist-Werten wird die jeweils zuletzt verfügbare Prognose vor dem betreffenden Tag gezeigt.

02468101214WP-Stromverbrauch (kWh el./Tag)Aussentemperatur (°C)5°C10°C15°CHeute5.4.5.16.4.6.57.4.6.68.4.5.99.4.5.910.4.7.711.4.4.81.612.4.11.713.4.13.814.4.11.815.4.6.816.4.4.017.4.6.618.4.2.7
Ist Heizen Ist Warmwasser Prognose Heizen Prognose Warmwasser Ø Temperatur Ist Ø Temperatur Prognose

Prognosetabelle

Tagesmitteltemperaturen werden direkt aus den stündlichen Forecast-Daten berechnet, nicht nur aus Tages-Minimum und -Maximum.

Tag Ø Temp
(°C)
Min
(°C)
Max
(°C)
Niederschlag
(mm)
Heizgrad
(Ø / Min)
Heizen
(kWh el.)
Warmwasser
(kWh el.)
Gesamt
(kWh el.)
Heute (12. Apr) 6.9 4.3 10.8 6.1 8.1 / 10.7 10.1 1.6 11.7
Morgen (13. Apr) 5.9 4.9 7.2 2.6 9.1 / 10.1 12.2 1.6 13.8
Di 14. Apr 6.8 4.7 9.8 1.3 8.2 / 10.3 10.2 1.6 11.8
Mi 15. Apr 9.3 4.1 14.7 0.0 5.7 / 10.9 5.2 1.6 6.8
Do 16. Apr 11.0 6.6 16.1 0.0 4.0 / 8.4 2.5 1.6 4.0
Fr 17. Apr 9.6 5.8 14.0 0.0 5.4 / 9.2 5.0 1.6 6.6
Sa 18. Apr 11.6 6.4 16.8 0.0 3.4 / 8.6 1.2 1.6 2.7
Summe 7 Tage 46.3 11.2 57.5

Modellparameter

Der historische WP-Strom wird näherungsweise proportional zur thermischen Energie auf Heizen und Warmwasser aufgeteilt. Daraus wird ein Heizstrom-Modell und ein WW-Sockel abgeleitet.

Trainingszeitraum letzte 365 Tage mit vorhandenen Messwerten
Angenommene Heizgrenze 15°C
Regressionsgleichung WP-Heizstrom = max(0; -3.30 + 2.01 · max(0; Heizgrenze − T_mean) + -0.28 · max(0; Heizgrenze − T_min))
WW-Sockel 1.59 kWh/Tag (Median letzte 30 Tage)
Modellgüte RMSE 2.13 kWh/Tag bei 92 Trainingstagen
Historischer Ø WP-Gesamtstrom 18.05 kWh/Tag
Historischer Ø Heizstrom 16.22 kWh/Tag
Historischer Ø WW-Strom 1.83 kWh/Tag

Wetterprognose: Open-Meteo (stündliche Forecast-Temperaturen)
Aussentemperatur historisch: WeeWX / Davis Vantage Pro 2
Thermische Energie: Viessmann API (Heizen + Warmwasser)
WP-Stromverbrauch: Shelly Pro 3EM / InfluxDB
Prognose-Archiv: SQLite (/opt/weewx/station/cache/wp_forecast.sqlite)
Trainingsfenster: letzte 365 Tage
Stand: 2026-04-12 04:00

Hinweis: Version 1 modelliert Warmwasser als fixen Sockel und den Heizstrom temperaturabhängig. Der schlechtere COP bei Warmwasser wird noch nicht separat berücksichtigt.

Warum ich mich für eine Wärmepumpe entschieden habe

Die Entscheidung für die Wärmepumpe war für mich weder eine kurzfristige Kostenabwägung noch eine Reaktion auf akute Risiken. Meine Ölheizung war in die Jahre gekommen. Die Verbrauchswerte waren über 21 Jahre hinweg konstant und gut dokumentiert. Technisch war die Anlage jedoch zunehmend störungsanfällig geworden. Auch die reine Amortisationsrechnung spricht – zumindest bei moderaten fossilen Energiepreisen – nicht zwingend für einen schnellen wirtschaftlichen Vorteil.

Die Entscheidung war daher vor allem eine systemische.

Effizienz statt Verbrennung

Eine Wärmepumpe erzeugt keine Wärme durch Verbrennung, sondern verschiebt Umweltenergie ins Gebäude. Aus 1 kWh Strom entstehen im Realbetrieb 3–4 kWh nutzbare Wärme. Thermodynamisch ist das ein sehr eleganter Ansatz. Im Vergleich dazu wird bei einer Öl- oder Gasheizung ein hochwertiger, vielseitig einsetzbarer Rohstoff schlicht verbrannt. Für mich fühlte sich das zunehmend inkonsistent an.
Erdgas und Rohöl sind nicht nur Brennstoffe. Es sind wertvolle chemische Grundstoffe: unter anderem für Medikamente, Kunststoffe, Lösungsmittel und zahlreiche industrielle Anwendungen. Raumwärme daraus zu erzeugen, erschien mir langfristig nicht mehr sinnvoll.

Die PV-Anlage als logische Ergänzung

Die Photovoltaikanlage verändert die Systemperspektive entscheidend.
Strom ist nicht nur ein zugekaufter Energieträger, sondern kann teilweise selbst erzeugt werden.

In Kombination mit Wärmepumpe und Batteriespeicher entsteht:

Die Kombination aus Wärmepumpe, PV-Anlage und Batteriespeicher ermöglicht zwei unterschiedliche Mechanismen: Lastverschiebung durch die Wärmepumpe (z. B. Warmwasserbereitung oder leichtes Vorheizen in PV-Zeiten) und Lastentkopplung durch den Batteriespeicher, der PV-Strom zeitlich vom Verbrauch entkoppelt.

Die Wärmepumpe wird damit nicht nur effizient, sondern teilweise autark betrieben.

Das unterscheidet sich grundlegend von fossilen Heizsystemen, bei denen jede erzeugte Kilowattstunde Wärme unmittelbar an einen externen Brennstoff gebunden ist.

Klima und Emissionen

Ich wollte ein System, dessen Umweltwirkung nicht an einen fossilen Brennstoff gebunden ist. Bei der Wärmepumpe hängt die CO₂-Intensität am Strommix und wird mit der Energiewende tendenziell besser; durch PV/Batterie kann ein Teil der Wärme direkt aus eigener, erneuerbarer Erzeugung entstehen.

Autarkie und Resilienz

Durch die Kombination aus:

entsteht ein integriertes Energiesystem.

Es reduziert:

Netzkosten bleiben transparent und planbar, während ein Teil der Energie direkt vom eigenen Dach kommt.

Transparenz durch Messdaten

Alle hier dargestellten Werte basieren auf real gemessenen Verbräuchen. Der berechnete Heizölbedarf der Vergleichsrechnung deckt sich sehr gut mit meinen historischen Erfahrungswerten. Dadurch entsteht eine belastbare Referenzbasis.

Mir geht es nicht darum, ein System als allgemein überlegen darzustellen.
Mir geht es um Nachvollziehbarkeit.

Wer ein vergleichbares Haus besitzt, kann:

Die Zahlen sind offen zugänglich – die Bewertung überlasse ich dem Leser.

Für mich war letztlich entscheidend:

Ich wollte ein Heizsystem, das effizient arbeitet, Ressourcen schont und technisch konsistent mit meinem Verständnis von nachhaltiger Energieversorgung ist.

Nicht aus Ideologie.
Nicht aus kurzfristiger Kostenoptimierung.

Sondern aus Überzeugung, dass hochwertige Rohstoffe besser genutzt werden sollten als zur reinen Wärmeerzeugung.


Vorteile der Wärmepumpe

Herausforderungen

Eine Wärmepumpe ist kein „Plug-and-Play“-Produkt, sondern ein System, das geplant und verstanden werden muss.


Die ausführlichen Überlegungen zu meiner Entscheidung habe ich hier beschrieben: Warum ich mich für Wärmepumpe, Photovoltaik und Elektroauto entschieden habe

Bezüge

Fragen oder Ergänzungen?

Die gezeigten Auswertungen basieren auf realen Daten aus dem laufenden Betrieb. Wenn dir etwas unklar ist oder du eine Auswertung vermisst, schreib mir.